Michel und Arne in Irland
  Sonntag, 05.09.2010
 


Sonntag, 05. September 2010
Lisnarrick - Lock 4/Ballinamore (Co. Leitrim, Republik Irland)

Um kurz vor fünf bin ich wach. Gott sei Dank sind beide Ohren wieder frei. Ich nehme vorsichtshalber noch ein paar Sinupret und spüle diese mit ACC 600 runter. Es dauert nicht lange, da sind die beiden anderen auch im Salon, und der Kölner bereitet das Frühstück zu. Ordentlich Rashers, Eier, Toast, Käse und Salami geben uns Kraft für den Tag. Zum Glück habe ich diesmal die Grocer-List an ABC geschickt, denn ich habe bewusst die Sausages sowie Black- und Whitepudding vergessen, was Michel nicht erfreut. Beim anschließenden Skat spielt er dafür einen Grand mit Vieren und vergisst zu drücken. Die nächste Runde im Pub geht also auf seine Rechnung.

Eine Gasdüse an unserem Herd ist wohl verstopft. Also kommt Mickey nochmal zu uns an Bord und bringt das in Ordnung. Dann geht es endlich los. Draußen ist es recht frisch, aber trocken.

 


Auf geht's


Die beiden legen den Kurs fest


Lower Lough Erne

 

Ich inspiziere derweil unser Boot. Natürlich ist es geräumiger als die Princess vor zwei Jahren, außerdem verfügt es über eine Persenning, mein vorderes Bad ist Luxus pur, doch es gibt auch Nachteile. Die Sitzbank auf der Flybridge ist derart unbequem, das Michel teilweise auf einem Salonhocker fährt. Der Tank ist mit 480 l riesig, was für ca. 90 Stunden fahrt reichen sollte, der Wassertank hingegen reicht bei drei Mann Besatzung nur für ca. 2,5 Tage.

 

 


Salon


Pantry


Fore-Cabin (Arne)


Captain's Cabin (Michel)


Aft-Cabin (Kölner)

 

Michel und der Kölner teilen sich im hinteren Teil des Bootes Dusche und Toilette. Diese sind dafür jedoch räumlich getrennt voneinander angeordnet.

 


Die Schleuse in Enniskillen liegt hinter uns


Enniskillen


Upper Lough Erne

 

Mickey hatte uns vor der Abfahrt noch gewarnt, dass es auf dem Upper Lough Erne zu Problemen mit Weet kommen könnte. Wir sollten unsere Filter unbedingt jeden Abend kontrollieren. Nachdem jedoch die Temperaturanzeige unseres Cruisers bald 100 Grad anzeigt, stoppen wir, und Michel macht die Filter sauber. Unglaublich, was er da alles rausholt. Diesen Vorgang müssen wir insgesamt sechs Mal wiederholen. Offensichtlich haben Mickeys Jungs das Kühlwasser nicht kontrolliert, da wir hier auch einige Liter nachfüllen müssen. Erst auf dem Woodford River wird es dann besser und der Zeiger zeigt wieder "normal" an.

 


Upper Lough Erne


Weet


Woodford River

An der ersten Schleusen treffen wir auf eine Würzburger Crew, mit der wir uns von nun an beim Schleusen abwechseln. Vor Lock 4 legen wir dann aber doch an, da uns der aufgekommene Regen nervt. Nachdem wir uns eine halbe Stunde aufgewärmt haben, mache ich Sirloin-Steaks mit selbstgemachten Kartoffel-Wedges. Gut gestärkt wollen wir heute endlich in den ersten Pub. Laut Michel ist es nur ein Katzensprung rüber nach Ballinamore. Dieser entpuppt sich jedoch als ein 40-minütiger Gewaltmarsch durch den strömenden Regen. Das Guinness entschädigt aber ein wenig. Zurück fahren wir, entgegen Michels ausdrücklichem Protest, mit dem Sammeltaxi. Ein schwer zu verstehender, nicht mehr ganz nüchterner Einheimischer, sitzt mit uns im Wagen. Wir spielen noch ein paar Runden Skat und sind dann gegen 1 Uhr im Bett.
 

 
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