Michel und Arne in Irland
  Montag, 13.09.2010
 

Montag, 13. September 2010
Keshcarrigan - Belturbet (Co. Cavan, Republik Irland)

Wieder begrüßt uns der neue Tag mit seinem "kanalgrau". Bei leichtem Nieselregen legen wir ab. Als ich mir eine kleine Schaffenspause in meiner Koje gönne, haben der Kölner und Michel arge Probleme bei der Schleuse in Ballyconnell. Das Boot lässt sich aufgrund der starken Strömung kaum halten. Bei der Brücke haben wir großes Glück. Wir kommen so gerade noch darunter durch. Wie wir später erfahren haben, hat eine andere Countess am nächsten Tag es nicht mehr geschafft. Hier musste Mickey rauskommen und die Scheibe abschrauben, Gott sei Dank aber, bevor die Besatzung losfuhr.

 
 

Wieder im Kanal


Im Kanal


Versunkenes Boot in Belturbet

Im Regen erreichen wir Belturbet und gehen sogleich los zum Einkaufen. Da es mittlerweile echt gießt und wir außer zwei kleineren Läden ohne Frischfleischangebot auf die Schnelle nichts anderes finden, gibt es im nächsten Pub ein Dach über dem Kopf und frisches Guinness.

Wir gehen zurück an Bord, wo es dann heute notgedrungen tiefgekühlten Fisch mit Kartoffelwaffeln gibt. Danach bleibe ich an Bord und verpasse den wohl besten Abend des Urlaubs. Tja, Pech gehabt. Die beiden anderen lernen in diversen Kneipen mit Traditional Folk so ziemlich alles an Menschen kennen, was dieses Land so ausmacht. Aussteiger, überzeugte republikanische Patrioten, die über die Briten schimpfen, Musiker mit drei Zähnen, einen Gitarristen, der glatt ein Zwillingsbruder unseres heimischen Steuerberaters sein könnten - das komplette Programm. Ohne Gästebucheintrag dürfen sie auch nicht gehen. Der Wirt hingegen verschwindet nach der Last Order und überlässt seinen Pub dem Schicksal. Warum hier das Pint auch nur € 3,10 anstatt € 3,80 am Shannon kostet, bleibt wohl auch ein Geheimnis. Um halb zwei sind die beiden zurück an Bord.

 
 
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